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ARDC und Data4Life gehen Partnerschaft zur Stärkung der globalen Gesundheitsdateninfrastruktur ein

Canberra, Australien, Juni 30, 2026 - Das Australian Research Data Commons (ARDC) hat eine Absichtserklärung mit Data4Life unterzeichnet, einer internationalen gemeinnützigen Organisation für digitale Gesundheit, die von der Hasso Plattner Foundation unterstützt wird. Die Vereinbarung schafft den Rahmen für eine Zusammenarbeit beim Aufbau digitaler Infrastruktur mit Schwerpunkt auf der Erhebung, Kuratierung und Analyse von Gesundheitsdaten für die Forschung. Beide Organisationen verfolgen das gemeinsame Ziel, durch eine bessere Nutzung von Daten weltweit Gesundheitsergebnisse zu verbessern und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.

Mit dem People Research Data Commons sowie dem HASS and Indigenous Research Data Commons stellt das ARDC digitale Infrastruktur für Forschungsdaten aus der Gesundheits-, Sozial- und Geisteswissenschaft bereit. Die Partnerschaft verbindet diese Infrastruktur mit den Gesundheitsdatenplattformen von Data4Life. Ziel ist es, Datensätze für Forschende leichter zugänglich zu machen und gleichzeitig Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit einzuhalten.

Ein zentraler Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Standardisierung von Gesundheitsdaten nach internationalen Datenmodellen wie dem Observational Medical Outcomes Partnership (OMOP) Common Data Model. Dadurch können Forschende Datensätze länderübergreifend vergleichen und zusammenführen, ohne sensible Ausgangsdaten verschieben zu müssen. In Australien läuft diese Arbeit bereits im Rahmen des Australian Health Data Evidence Network (AHDEN), einer Partnerschaftsinitiative des ARDC, die Krankenhausdaten mithilfe von OMOP für die Forschung aufbereitet.

Tim Walz, Chief of Staff bei Data4Life, betonte, dass Open-Science-Standards technische Hürden abbauen und es ermöglichen, klinische Daten und Krankenhausdaten institutionsübergreifend sicher zu harmonisieren und wiederzuverwenden.

„Der eigentliche Engpass in der Gesundheitsforschung war nie die Datenmenge, sondern eine nicht kompatible Infrastruktur“, sagte Walz. „Wenn Krankenhäuser und Gesundheitssysteme auf gemeinsame, offene Standards setzen, statt isolierte Lösungen aufzubauen, schaffen sie die Grundlage für Forschung in größerem Maßstab, mit repräsentativeren Daten und besser reproduzierbaren Ergebnissen.“

In Australien betreibt das ARDC mit Health Data Australia einen nationalen Katalog, über den klinische Studien und künftig auch Kohortenstudiendaten gefunden, beantragt und geteilt werden können. Data4Life betreibt mit D4L Collect und Data2Evidence vergleichbare Plattformen für Datenerhebung, Kuratierung und Analyse. Die Partnerschaft wird diese Werkzeuge weiterentwickeln und zugleich den Kompetenzaufbau im Sektor unterstützen. Datenverantwortliche sollen bei der Verbesserung ihrer Daten unterstützt werden, Forschende bei der Erstellung belastbarer Evidenz und der Gesundheitssektor insgesamt bei der Verbesserung von Forschungsergebnissen.

Die Partnerschaft verbindet die australische Gesundheitsdateninfrastruktur zudem mit internationalen Netzwerken wie der European Health Data and Evidence Network (EHDEN) Foundation sowie den europäischen und asiatisch-pazifischen Regionalgruppen von Observational Health Data Sciences and Informatics (OHDSI), zu denen Data4Life aktiv beiträgt. Dr. Adrian Burton, stellvertretender CEO des ARDC und Direktor des People Research Data Commons, wies darauf hin, dass gesundheitliche Herausforderungen nicht an Ländergrenzen enden und die Forschungsinfrastruktur diesem Anspruch gerecht werden müsse.

„ARDC und Data4Life sind beide gemeinwohl- und datenorientierte Organisationen, die Forschende dabei unterstützen wollen, Versorgung und Prävention zum Wohl der Gesellschaft zu verbessern“, sagte Burton. „Krankenhäuser und Universitäten verfügen über enorme Mengen an Gesundheits- und Medizindaten. Diese in eine konsistente Analyse- und Forschungsinfrastruktur zu überführen, bleibt jedoch eine Herausforderung. Unsere Partnerschaft konzentriert sich auf die Harmonisierung der Daten und die Analysewerkzeuge, um dieses Potenzial nutzbar zu machen.“

ARDC und Data4Life werden im Rahmen der neuen Partnerschaft weitere konkrete gemeinsame Projekte ausloten, insbesondere in den Bereichen Datenharmonisierung und -analyse.

Interessierte Forschende aus der Gesundheits- und Medizinforschung können:

Das ARDC wird von der australischen Regierung im Rahmen der National Collaborative Research Infrastructure Strategy (NCRIS) unterstützt.

Über Data4Life

Data4Life entwickelt Open-Science-Lösungen für Real-World-Gesundheitsdaten und unterstützt damit Wissenschaft, pharmazeutische Forschung und globale Gesundheitsbehörden. Mit unseren Lösungen D4L Collect und Data2Evidence bedienen wir den gesamten Workflow: von der Erfassung und Standardisierung realer Gesundheitsdaten bis zur Evidenzgenerierung, auf Basis etablierter Standards wie OMOP und FHIR.

Data4Life ist Co-Lead von OHDSI Germany und arbeitet mit Forschungseinrichtungen weltweit zusammen, um eine standardbasierte und reproduzierbare Real-World-Evidence-Generierung voranzutreiben. Gemeinsam mit international führenden Partnern ermöglichen wir Studien über Landesgrenzen hinweg und bereiten verteilte Gesundheitsdaten für die Evidenzgenerierung auf – bei vollständiger Wahrung von Datenschutz und institutioneller Datensouveränität.

Data4Life ist eine gemeinnützige Organisation im Bereich Digital Health, gefördert von der Hasso-Plattner-Stiftung. Seit 2017 leitet uns ein langfristiges Engagement für wirkungsorientiertes Arbeiten, ethischen Umgang mit Daten und Open-Science-Kollaboration. Data4Life hat seinen Hauptsitz in Potsdam sowie weitere Standorte in Berlin und Singapur.

www.data4life.care


Pressekontakt:

Daniela Wilberg

Head of Marketing & Communications

Email: media@data4life.care

Mobil: +49 162 272 9163

Forschungseinrichtungen, die digitale Studien mit D4L Collect umsetzen möchten, wenden sich bitte per E-Mail an: b2b@data4life.care oder finden weitere Informationen unter www.data4life.care 

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